Agentur für Drehbuch und Regie
Mehr als Storytelling

Hanna Hribar

Mein erster Berufswunsch war Domina, nicht Autorin. Als Kind haben meine Eltern und ich die Ferien oft in Robinson Clubs verbracht, welches deutsche Hotelanlagen im Ausland mit einer Menge an Entertainment und Sonne sind. Dort besuchten wir nach dem Essen, bevor ich frühzeitig ins Bett abgeschoben wurde, oftmals die von der Hotel-Show-Crew inszenierten Abendveranstaltungen. Von einer schlechten Version von Grease, über ein Falco-Musical bis hin zu ABBA-Kreationen wurde dort alles mögliche gezeigt. Als ich nun ca. sechs Jahre alt war, kam bei einem Lied eine Schauspielerin verkleidet als Domina auf die Bühne und peitschte im Takt der Musik von deutschen Schlagern die Kollegen aus. Ich, unwissend was mir hier präsentiert wurde, fragte meine Mutter, was diese Frau denn da macht. Mir nichts verschweigen wollend, da sie mich leider für ein intelligentes Wesen hielt, antwortete sie, dass diese Dame Männer vermöbelt und dafür bezahlt wird. Meine Augen strahlten. Das wollte ich, Früh-Feministin, machen. Das war meine Bestimmung.

Spoiler Alert: War es nicht. Ich erzählte zwar mit großem Stolz Alt und Jung für die nächsten vier Jahre meines Lebens von meinem Traumberuf, kam aber nie dazu ihn auszuüben. Stattdessen tat ich nun mal was Kinder so tun und schuf Geschichten. Viele Geschichten. Ein Traum, irgendwann alleine am englischen Land Wörter auf Papier zu bekommen und die Welt dabei zu verändern, wurde geformt, war allerdings schwer mit dem Beruf der Domina zu vereinbaren. Also entschied ich mich doch für das was ich eben gut konnte und liebte: Schreiben. Und Männer dominieren, aber bitte in der Berufswelt.

Hanna Hribar lebt und arbeitet in München.

Drei ihrer Lieblingsfilme sind:
THE Rocky Rorror Picture Show | Call me by your Name | Der rosarote Panther

Drei ihrer Lieblingsserien sind:
Euphoria | That 70s Show | Faulty Tower

zurück zur Galerie