Agentur für Drehbuch und Regie
Mehr als Storytelling

Nadine Keil

Ich liebe es aus dem Kino zu kommen und zu denken: „Das Leben ist großartig!“, weil ich gerade eine faszinierende und bewegende Geschichte gesehen habe, die mich daran erinnert wie viel Magie es in unserer Welt gibt. Diese Geschichten möchte ich erzählen: die einen zum Lachen und zum Weinen bringen und die es schaffen auch Wochen später sich noch einen Weg in unsere Gedankenwelt zu bahnen und uns nachdenklich stimmen.

Als Landei mit viel Freiheit für Experimente aufgewachsen folgte dem Abitur ein Soziales Jahr bei einer schwarzen Theatergruppe mit geistig behinderten Schauspielern. Danach zog es mich nach München, um bei meinem ersten Set-Job bei einer Low-Budget-Produktion gleich mal als Regie-Assistenz ins kalte Wasser geworfen zu werden. Es folgte ein Dreh nach dem anderen in unterschiedlichen Positionen – von Kostüm-Assistenz, Kinderbetreuung über Set-AL und Regieassistenz alles dabei. Nebenbei realisierte ich erste Kurzfilme. Endlich kam die Zusage der HFF München für Regie und erlöste mich von einem Studium der Kommunikationswissenschaften an der LMU. Bis zu meinem Abschluss an der HFF realisierte ich weitere Kurzfilme, die ganz ordentlich auf Festivals auf der ganzen Welt liefen und Preise gewannen und begann bereits als Drehbuchautorin zu arbeiten. 2013 zog es mich nach Los Angeles, wo ich an der UCLA einen Feature Film Script Kurs und einen Comedy Writing Kurs belegte, was mir auch nochmal einen anderen Einblick in das Schreiben als knallhartes Handwerk in der Unterhaltungsindustrie einbrachte.

Schließlich hatte ich die Nase voll von der Finanzierungshölle und beschloss im Januar 2017 komme was wolle meinen ersten Langfilm noch im selben Jahr zu realisieren. Nach wochenlanger Impro-Arbeit mit einem wunderbaren Cast, aus der das Drehbuch entstand, stellten wir tatsächlich ein bescheidenes Budget durch FFF Förderung und BR auf die Beine und setzten eine moderne Adaption von Shakespeares Sommernachtstraum in Italien um. Nach der Premiere in Hof 2018 und weltweiter Festivaltour, erhielt „Ich liebe alles, was ich an dir hasse“ auch einen kleinen Kinostart in ausgewählten Häusern.
Wenn mich jemand fragt, ob ich lieber Regie führe oder schreibe, würde ich mich niemals nur für das eine oder andere entscheiden wollen.


Ich finde es großartig mit Produzenten zusammen Stoffe für Filme oder Serien zu entwickeln zu universellen Themen, die die Kraft haben viele Menschen zu bewegen, ohne dass ich mich als Regisseurin sehe. Dann gibt es wieder Geschichten, die sind so sehr ich, dass ich sie umsetzen muss. Genauso spannend empfand ich aber nun die Arbeit bei Spotlight, bei der ich mich ganz auf die Regiearbeit konzentrieren konnte. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gewerken am Set, mit den Schauspielern und das tatsächliche zum Leben erwecken von Ideen ist einfach ein riesen Spaß, der mit nichts zu vergleichen ist

Nadine Keil lebt und arbeitet in München.


Drei ihrer Lieblingsfilme sind:
HAROLD & MAUDE | EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN  | ALLES WAS WIR GEBEN MUSSTEN

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